Die Ein-Ski-Methodik

"Nicht wir drehen die Ski, die Piste dreht die Ski!" – Dieser zunächst unglaublich erscheinende Sachverhalt über das Kurvenfahren im Alpinen Skilauf ist die biomechanische Erkenntnis (Kassat, 1985), auf der die Ein-Ski-Methodik basiert. Um die Technik des Skifahrens zu erklären, muss berücksichtigt werden, dass sich bei einer Kurvenfahrt nicht nur die Ski, sondern das ganze System (Ski & SkifahrerIn) von einer Schrägfahrt zur nächsten drehen. Dadurch ist die Betrachtungsweise, dass SkifahrerInnen in irgendeiner Weise die Ski drehen können, buchstäblich auf den Kopf gestellt. Entscheidend für die Praxis ist, dass anhand dieser Einsicht die Ski-Technik erstmalig wirklich durchschaubar ist und es somit möglich wurde, eine Methodik sachlogisch abzuleiten. Das Ergebnis ist die Ein-Ski-Methodik, die ganz anschaulich zu verstehen ist: Alle grundlegenden Elemente der Ski-Technik werden auf einem Ski (Außen- und Innenski) und fast im Stand erlernt und danach auf zwei Ski transferiert.

Ein weiterer elementarer Ausgangspunkt der Ein-Ski-Methodik ist, dass wirklich nur das erlernt wird, was auch tatsächlich zur Ausführung der Technik des Skifahrens erforderlich ist, folglich wird der mühevolle Umweg über Pflug und Stemmen komplett vermieden. Und schließlich ist noch die unscheinbare Nutzung eines Stabes eine überraschende Erleichterung. Bei sachgemäßer Handhabung der Ein-Ski-Methodik ist das Lernen des Parallelen Skifahrens kein Problem.

 


Ein-Ski-Methodik

Die Idee auf einem Ski zu schulen und zu lernen, ergab sich aus der Beobachtung, dass Anfänger zunächst überfordert zu sein scheinen, …

Fortbildungen

Die Fortbildungen finden traditionell in den Herbstferien in Hintertux, Österreich statt. Sie richten sich…

Lehrmaterialien

Informationen zu den Fachbüchern und dem Begleitheft für die Praxis finden Sie unter Lehrmaterialien.  

Kontakt

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Fortbildungstermine 2018

 

Termine der hildesheimer Fortbildung:

  • Sa., 22.09.2018 von 11:00-17:00 Uhr (Theorieveranstaltung: Tagestermin für alle Lehrgangsteilnehmer / Universität Hildesheim, Neubau N006)
  • Sa., 6.10.18 bis Sa., 13.10.18 (Fortbildung in Hintertux/Juns, Österreich)

Mehr Informationen und die Anmeldung finden Sie auf der Seite des Kompetenzzentrums der Universität Hildesheim.


Termine der münsteraner Fortbildung:

  • Sa., 22.09.18 / 9.30-16.00 Uhr (Theorie & Vorbesprechung in Münster)
  • Sa., 20.10.18 bis Sa., 27.10.18 (Fortbildung in Hintertux/Juns, Österreich)

Mehr Informationen und die Anmeldung finden Sie unter sport-lernen.


ASH-Tagung 2017

Zum Ende des Jahres 2017 fand im Kleinwalsertal die 43. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft „Schneesport an Hochschulen“ statt. Bei der Tagung mit dem Thema: Neue und traditionelle Lehr-, Lern- und Beurteilungsmethoden im Schneesport hielt Nico Kurpiers einen 45 minütigen Vortrag über die "Ein-Ski-Methodik und die Auswirkungen eines alternativen Lehrweges auf grundlegende Bewegungsmuster im alpinen Skilauf". Dabei skizzierte er die Ski-Technik, die Grundidee der Ein-Ski-Methodik und stellte die Ergebnisse der gleichnamingen Studie vor.

Neben der Theorie stand auch Praxis auf dem Programm, bei der Nico Kurpiers und Nils Eden in zwei Workshops den TeilnehmerInnen die Ein-Ski-Methodik näher gebracht haben.



Aktuellste Veröffentlichung:

Kurpiers, N. & Kersting, U. G. (2017). The one-ski-method—effects of an alternative teaching approach on selected movement patterns in alpine skiing. Cogent Social Sciences

 

Abstract
Teaching methods in skiing have marginally developed within the last decades. An intervention comparing the conventional approach (SP) and the One-Ski-Method (OSM) is proposed in which the main body actions are first trained on one ski and successively transferred to two skis. The OSM teaches the main body actions towards a proper position on parallel skis. The snowplow gets avoided as it implies obstructive body actions. Two groups were trained using each method. Video footage from the first and the fifth day were evaluated by experts following selected criteria. OSM learners showed significantly larger improvements compared to SP. Results indicate a faster acquisition of key elements of alpine skiing and provide a foundation for further investigations of the OSM method.